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Freiburger FC

1.CfR Pforzheim schlägt FFC mit 2:1.

Simon Huber stand erstmals in der Startelf und zeigte eine gute Leistung!
Auf dem tiefen Boden gab es viele umkämpfte Duelle im Mittelfeld…’

Im letzten Spiel des Jahres ging es für den FFC in den Pforzheimer „Holzhof“. Es war auch gleichzeitig das letzte Spiel in diesem Stadion, wo seit 1911 der VfR Pforzheim seine Heimspiele austrug. Ab 2020 wird der 1. CfR Pforzheim endlich im umgebauten „Brötzinger Tal“ spielen. Daher wehte vor dem Kick gegen den FFC doch etwas Nostalgie durchs inzwischen baufällige Stadion, das nun bald abgerissen wird. Die Partie stand zunächst auf der Kippe, da noch am Freitag der halbe Platz mit einer Eisschicht bedeckt war. Am Samstagmorgen gab es dann grünes Licht und die Partie konnte stattfinden. Was allerdings die Platzverhältnisse anbetraf, war es sehr grenzwertig, denn der Platz glich eher einem Kartoffelacker, als einem Fußballplatz. Damit war ein gepflegtes Fußballspiel gar nicht möglich und die Akteure hatte oft mehr Probleme mit dem Standvermögen, als mit dem Gegner. Daher blieb vieles dem Zufall überlassen. Natürlich wollte die Moser-Fendel-Elf auch das zehnte Spiel in Folge ungeschlagen bleiben, doch leider hatte das Verletzungspech erneut heftig zugeschlagen und drei Spieler, die noch gegen die Kickers überzeugende Leistungen zeigten, kamen zu der langen Verletztenliste dazu. Somit musste der FFC-Coach auf nicht weniger als acht(!) wichtige, auch erfahrene, Leistungsträger in der Goldstadt verzichten. „Personell waren wir arg angeschlagen und wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft hier angetreten“, so Moser-Fendel nach dem Spielende. Der FFC kam auf dem seifigen Geläuf zunächst besser klar und versuchte, die Partie an sich zu reißen. Die erste Gelegenheit hatte dann nach knapp acht Minuten Adriano Spoth, dessen Torschuss aber keine Gefahr für CfR-Keeper Manuel Salz darstellte. Fünf Minuten später gab es dann eine Gelegenheit für den CfR durch seinen Torjäger Fabian Czaker, dessen Schuss aus der Drehung von FFC-Keeper Niklas Schindler pariert werden konnte. In der 17. Minute setzte sich auf der linken Seite Salvatore Varese durch und sein Pass landete im Strafraum bei Czaker, der völlig unbedrängt zum 1:0 für den CfR einlochen konnte. Das spielte dem Konterspiel der Gastgeber natürlich in die Karten. Die Zuschauer sahen auf dem eigentlich unbespielbaren Geläuf natürlich keine leckere Fußballkost, doch beide Mannschaften kämpften um jeden Zentimeter. Erstaunlich war, dass die völlig neu formierte FFC-Elf gut mithalten konnte, wenngleich man selten in den gegnerischen Strafraum eindringen konnte. Es dauerte bis zur 45. Minute, ehe Alexander Martinelli mit einem Freistoß von der Strafraumgrenze noch mal für Gefahr sorgte, der Ball ging jedoch um etwa einen Meter über das Gehäuse. Die erste Chance nach dem Wechsel hatte Konstantin Fries, dessen Kopfball aber über das Tor strich. Der FFC drängte nun auf den Ausgleich, die Gastgeber lauerten auf Konter. Erneut stand Varese im Mittelpunkt, der gefährlich in den Strafraum zu Czaker flankte, der per Kopfball am gut reagierenden Schindler scheiterte. Den Nachschuss von Ratifo konnte Simon Huber gerade noch abblocken. Im Nachsetzen drückte Ratifo dann jedoch die Kugel ins Netz zum 2:0 (57.). Trotz des Rückstands steckte der FFC nicht auf und suchte weiter seine Chancen. Allerdings ergaben sich nun immer mehr Kontermöglichkeiten für den CfR. So musste Niklas Schindler bei einem Abschluss von Turci sich schon mächtig strecken, um den Einschlag zu verhindern (65.). In der 77. Minute wurde Konstantin Fries von Julian Grupp im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nicolas Garcia Stein sicher zum 1:2. Der FFC warf nun noch mal alles nach vorne, doch die letzte Gelegenheit hatte der CfR wieder durch Czaker, dessen Kopfball Schindler sicher abwehren konnte. Damit blieb der FFC nach zuletzt neun Spielen ohne Niederlage erstmals wieder ohne Punkte, geht aber mit beeindruckenden 27 Punkten auf dem 9. Tabellenplatz in die Winterpause. Auf den ersten möglichen Abstiegsplatz (13.) sind es immerhin bereits vier Punkte Vorsprung. Zudem hat der FFC das bessere Torverhältnis. Dennoch geht es im neuen Jahr natürlich nur um den Ligaerhalt. „Wir müssen in der Winterpause unsere Kräfte bündeln, denn wir stecken noch mitten im Abstiegskampf. Die Rückrunde wird noch sehr, sehr spannend werden“, so FFC-Coach Joschua Moser-Fendel.

Mit dem Spiel in Pforzheim geht für den FFC ein megalanges Jahr mit 38 Pflichtspielen zu Ende. Im dritten Jahr in Folge gab es praktisch keine Sommerpause für die Mannschaft — sicher auch ein Grund für die zahlreichen Verletzten im Kader. Man glaubt es kaum, aber das 1:2 in Pforzheim war erst die vierte Auswärtsniederlage für den FFC in diesem Jahr. Zuvor verloren die Rotjacken nur in Radolfzell, in Oberachern und in Villingen. Eine beachtliche Leistung! 

FFC-Trainer Joschua Moser-Fendel:“Die Mannschaft hat den Kampf auf dem schwierigen Platz angenommen. Wir sind gut reingekommen. Hinten raus haben uns die entscheidenden Momente gefehlt. Der Sieg für Pforzheim geht in Ordnung.” 

CfR-Trainer Fatih Ceylan:“Ich muss die Jungs loben. Auf dem Boden kann man nur kämpfen. Deswegen finde ich, dass der Sieg verdient war.” 

07.12.19: 1. CfR Pforzheim – Freiburger FC 2:1 (1:0)
FFC:
 Schindler, Garcia Stein, Dreher, Mbem-Som Nyamsi, Martinelli, Huber, Eggert (72. Boye), Mourad (63. Sefrin), Moser (83. Berger), Spoth (46. Fries), Gehring; Tore:1:0 (17.) Czaker, 2:0 (58.) Ratifo, 2:1 (78.) Garcia Stein (FE); Zuschauer: 215Schiedsrichter: Sonja Reßler (Mannheim)