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Kevin Senftleber war erneut eine "Bank" in der Defensive...


Hendrik Gehring im Laufduell gegen Florian Kleinhansl...

 

12.10.19: Standardergebnis gegen den VfB - FFC trotzt dem Titelanwärter aus Stuttgart!
In der Partie gegen den VfB Stuttgart II ging Aufsteiger FFC als klarer Außenseiter in die Partie, trennten doch beide Teams noch vor ein paar Monaten zwei Spielklassen. FFC-Trainer Joschua Moser-Fendel musste zudem in dieser Partie auf so wichtige Stützen wie Marco Senfteber und Ivan Novakovic (beide verletzt) verzichten. Auch Mittelfeld-Regisseur Mike Enderle saß wegen Trainingsrückstands zunächst nur auf der Bank. Die Gäste begannen sehr spielfreudig und setzten die Gastgeber mächtig unter Druck. Die erste Prüfung für FFC-Keeper Niklas Schindler gab es bei einem Schuss ins kurze Eck von Florian Kleinhansl, doch der FFC-Schlussmann war auf dem Posten (4.). In der 12. Minute rettete Schindler mit beherztem Einsatz vor dem heranstürmenden VfB-Stürmer Marcel Sökler, im Vorjahr noch Torschützenkönig der Oberliga für den SGV Freiberg. Nur eine Minute später wurde Sökler von einem Mitspieler glänzend in Szene gesetzt und tauchte völlig frei vor Schindler auf, doch der Stürmer zimmerte etwas überhastet das Spielgerät am Tor vorbei. Das hätte eigentlich das 0:1 sein müssen. Der Druck des VfB wurde nun immer stärker und die Rotjacken konnten sich in der Defensive wahrlich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. In der 19. Minute hatte die Heimelf erneut Glück, als nach einem Torschuss von Joel Richter die Kugel ans Lattenkreuz klatschte. Nach knapp einer halben Stunde Spielzeit war es dann soweit: Nikos Zografakis netzte nach feinem Zuspiel von David Tomic zur verdienten Führung der Gäste ein. Nur vier Minuten danach fiel fast das 0:2 durch VfB-Kapitän Lukas Kiefer, doch sein abgefälschter Schuss verfehlte das Gehäuse knapp. Kurz vor der Pause gab es erneut Alarm im Strafraum der Rotjacken, als nach einem Freistoß von David Tomic die Kugel erneut das Aluminium tuschierte. Da konnte sich der FFC wahrlich bedanken, dass es zu diesem Zeitpunkt nur 0:1 stand, denn auch ein 0:2 oder gar 0:3 gegen die starken Gäste wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen. Doch der FFC blieb in der Partie und kämpfte um jeden Ball. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff behauptete Fabian Sutter den Ball im Mittelfeld und bediente Fabian Amrhein auf der linken Außenbahn. Nach schnellem Sprint flankte Fabian in den Strafraum, wo Alexander Martinelli direkt abzog und die Kugel zur Freude der über 400 Fans in die Maschen setzte. Damit war praktisch der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, doch egal. Wie oft hatte man zuletzt unglücklich Punkte liegen lassen. Der Treffer gab den Rotjacken sichtlich Selbstvertrauen. Nach dem Wechsel war von der Dominanz der Gäste nicht mehr viel zu spüren und es war nun eine völlig offene Partie. Kaum waren zwei Minuten nach dem Wechsel auf der Uhr ablaufen, flankte Konstantin Fries in den Strafraum und VfB-Keeper Sebastian Hornung konnte sich beim Schuss von Alexander Martinelli erstmals auszeichnen. Kurz darauf gab es erneut das Duell Martinelli gegen Hornung, doch auch diesmal konnte der VfB-Keeper sein Team vor einem Rückstand bewahren. Der VfB versuchte immer wieder, zurück ins Spiel zu finden, doch die Defensive der Rotjacken stand nun sehr sicher und hochkonzentriert. Vor allem Anthony Mbem-Som Nyamsi und Abwehrrecke Kevin Senftleber warfen sich in jeden Ball und der VfB kam nun kaum noch in den gegnerischen Strafraum. Der FFC selbst lauerte auf Konter. Kurz vor dem Abpfiff hatte dann noch einmal Alexander Martinelli eine Gelegenheit, verzog aus etwa 15 Metern jedoch um etwa einen Meter. In der Nachspielzeit war es noch einmal der Stuttgarter Tomic, der letztlich im Strafraum in der vielbeinigen FFC-Defensive stecken blieb. So blieb es beim 1:1, was letztlich nicht mal ganz unverdient war, zeigte der FFC doch eine sehr engagierte Leistung und war im zweiten Durchgang mit dem Titelanwärter auf Augenhöhe. Da hat man durchaus gesehen, dass die Rotjacken, wenn sie an die Leistungsgrenze gehen, mit jedem Team der Liga mithalten können. Nach Schlusspfiff gab es zu Recht lautstarken Applaus für die Rotjacken nach dem tollen Auftritt gegen die bisher beste Mannschaft, gegen die der FFC in dieser Spielzeit spielte. „Ich bin erst einmal platt“, meinte ein sichtlich erleichterter FFC-Coach nach Spielende, der sein Team für das starke Defensivverhalten lobte. „Heute mussten wir sehr defensiv spielen, sonst hätten wir keine Chance gehabt.“

Die Partie gegen den VfB war mal wieder etwas für Freunde der Statistik: In den bisher neun Heimspielen gab es noch nicht eine Niederlage gegen den VfB. Das Endergebnis 1:1 gegen den VfB hat fast schon Tradition. Die letzten vier Heimspiele gegen den „kleinen“ VfB endeten jeweils mit diesem Ergebnis. Da ist es fast schon keine Überraschung mehr, dass von den bisher 19 Begegnungen dieser Teams fast die Hälfte (nämlich acht) letztlich mit diesem Ergebnis endeten... 

FFC-Trainer Joschua Moser-Fendel: 
"In der ersten Halbzeit haben wir extrem viel Glück gehabt, dass wir nur ein Gegentor gekriegt haben. Stuttgart hatte sieben, acht klare Torchancen. Dass wir mit der ersten Chance das 1:1 gemacht haben, hat uns in die Karten gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir es fußballerisch besser gemacht und waren mutiger." 

VfB II-Trainer Francisco Vaz: 
"Ich kann meiner Mannschaft im Endeffekt nur den Vorwurf machen, dass wir die Torchancen nicht reinmachen. Die Mannschaft hat gewollt und bis zum Schluss dran geglaubt. Wir haben viele Torchancen herausgespielt, vor allem in der ersten Halbzeit." 

Freiburger FC – VfB Stuttgart II 1:1 (1:1)
FFC:
 Schindler, Amrhein, K. Senftleber, Garcia Stein, Dreher (84. Huber), Mbem-Som Nyamsi, Sutter (68. Enderle), Gehring, Martinelli, Eggert (80. Spoth), Fries (61. Moser); Tore: 0:1 (30.) Zografakis, 1:1 (43.) Martinelli; Zuschauer: 420; Schiedsrichter: Jonas Brombacher (Kandern)

 

 

 

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